Newsletter SPOT #37 vom 21. Mai 2024

Newsletter SPOT #37 vom 21. Mai 2024

21. Mai 2024


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Verhandlungen um den Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende (TV FFS) kommen nicht wirklich voran. Unter dem Motto ?Kein Film ohne uns!? machten filmschaffende Kolleginnen und Kollegen mit ihrer Aktion beim Union Day auf der Berlinale darauf aufmerksam, wie verbesserungswürdig Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Branche sind. Gute Arbeit funktioniert am besten mit tarifvertraglichen Regelungen. Dafür verhandeln wir weiter und werden immer wieder in die Öffentlichkeit gehen. Auf Instagram halten wir euch auf dem Laufenden.
Apropos Aktion: Auf der ver.di-Aktionsseite zur Europawahl sind Materialien und Beteiligungsmöglichkeiten für euch zusammengestellt. Reinschauen lohnt sich!
Euer Team aus dem Bereich Medien bei ver.di


Die Themen:
  • Cinestar: Tarifergebnis steht
  • ARD-Tarifrunde I: 48-Stunden-Warnstreik im WDR
  • ARD-Tarifrunde II: Warnstreiks im SWR und NDR
  • Tarifergebnis für dpa erzielt
  • Urteil: Freie Journalist*innen haben Recht auf faire Behandlung
  • Rundfunkfinanzierung: Interview mit KEF-Vorsitzendem Detzel
  • Pro Quote-Umfrage: Strukturen in der Filmindustrie diskriminierend
  • Serienfestival in Köln mit Weltpremiere
  • European Film Academy: Rekordzahl neuer Mitglieder 2024
  • TERMINgeschäft
  • Impressum

RUND UM VER.DI

Cinestar: Tarifergebnis steht

Am 22. April stimmte die ver.di-Tarifkommission dem Verhandlungsergebnis mit CineStar zu, das in der fünften Verhandlungsrunde zustande gekommen war. Die Löhne steigen um rund 9,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von 24 Monaten bis zum 31.12.2025. Mit dem Abschluss ist es gelungen, einen deutlicheren Abstand zum gesetzlichen Mindestlohn herzustellen, als es ihn bisher gab, auch konnten die Abstände zwischen den Lohngruppen teilweise verbessert werden. Um dieses Ergebnis in der nächsten Tarifrunde weiter verbessern zu können, braucht es mehr aktive Standorte. Ihr seid gefragt! Wenn ihr euch beteiligen wollt, schreibt uns eine Nachricht an kinonetzwerk@verdi.de oder per Signal, Telegram oder WhatsApp an +49 151 59056239.

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ARD-Tarifrunde I: 48-Stunden-Warnstreik im WDR

Vom 7. bis zum 9. Mai (jeweils 2 Uhr) legten die Kolleg*innen von WDR, WDR mediagroup und Beitragsservice ihre Arbeit nieder. Die festen und freien Mitarbeitenden kämpfen für eine angemessene Weiterentwicklung der Vergütung. An verschiedenen Standorten fanden Aktionen statt. Das Angebot der Arbeitgeberseite ist angesichts des immensen Kaufkraftverlusts der vorangegangen Inflationsjahre ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Mittlerweile dauert die Tarifrunde im WDR seit 135 Tagen an. Und während sich der Verbraucherindex zwischen Mai 2021 und März 2024 um über 15 Prozent erhöht hat, sind die Gehälter im selben Zeitraum lediglich um 2,8 Prozent gestiegen.

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ARD-Tarifrunde II: Warnstreiks im SWR und NDR

Die Warnstreiks am 30. April an den SWR-Standorten Stuttgart, Baden-Baden, Tübingen, Mainz, Mannheim, Heilbronn und aus dem Homeoffice liefen erfolgreich: Hunderte Kolleg*innen waren dem Streikaufruf gefolgt. Auch Kolleg*innen aus Ulm und Freiburg waren erstmalig mit dabei. In Mannheim verhinderten Azubis zusammen mit den Kolleg*innen aus der Technik die (Live-)Berichterstattung über den Mannheimer Maimarkt. Auch im Hörfunk und im Fernsehen (Landesschau/Markt-Check) gabt es starke Einschränkungen. Bereits am 22./23. April waren die Beschäftigten des NDR in einen Warnstreik getreten.

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Tarifergebnis für dpa erzielt

ver.di und der Deutsche Journalistenverband (DJV) haben bei den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Presse Agentur (dpa) und den dpa-Tochternehmen im Newsroom der Nachrichtenagentur eine Tarifeinigung erzielt. Diese sieht in mehreren Elementen Einkommensverbesserungen in einer Laufzeit bis Ende 2025 vor. Die Gehälter steigen für die rund 800 Tarifbeschäftigten ab November 2024 um fünf Prozent und um weitere 2,5 Prozent ab April 2025, dazu kommt eine Inflationsausgleichszahlung in zwei Schritten in Höhe von insgesamt 2.000 Euro.

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Urteil: Freie Journalist*innen haben Recht auf faire Behandlung

Einen Erfolg hat die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di mit einer Verbandsklage gegen die Honorierungspraxis für freie Journalist*innen der Kieler Nachrichten erreicht: Künftig wird der Verlag der Kieler Nachrichten mit Freien neue Honorarvereinbarungen treffen müssen, die eine konkrete Abrechnung der Größe der veröffentlichten journalistischen Texte und Fotos vorsieht. Verpflichtend ist die Orientierung an den Gemeinsamen Vergütungsregeln (GVR) für Tageszeitungen, es dürfen keine Pauschalierungen zulasten der freien Journalist*innen vorgenommen werden. Auch andere Zeitungsverlage dürften jetzt zu einer Überprüfung ihrer von den GVR abweichenden Honorierungen kommen.

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AUS DER BRANCHE

Rundfunkfinanzierung: Interview mit KEF-Vorsitzendem Detzel

Seit die aktuelle Empfehlung der KEF zur Beitragsanpassung vorliegt, gibt es mehrere Ministerpräsidenten, die eine Zustimmung zu einer Erhöhung kategorisch ausschließen. Dabei hatte das Bundesverfassungsgericht vor drei Jahren bereits geurteilt, dass sich ein Bundesland dem Vorschlag der KEF im bislang gültigen Verfahren nicht einfach so widersetzen darf. M sprach mit dem KEF-Vorsitzenden Prof. Dr. Martin Detzel über die aktuelle Debatte um die Rundfunkfinanzierung.

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Pro Quote-Umfrage: Strukturen in der Filmindustrie diskriminierend

Das ?Netzwerk Inklusion? von Pro Quote Film setzt sich für mehr Inklusion in der Filmbranche ein. Inklusives Filmschaffen ist für die Filmwirtschaft und Kultur in Deutschland ein wesentlicher und notwendiger Schritt in die Zukunft, dennoch sind die Strukturen in der Filmindustrie für Menschen mit Diagnosen und Behinderungen äußerst diskriminierend. Das zeigt eine Umfrage des Netzwerks zur Praxis der Filmausfallversicherungen in der Filmbranche.

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Serienfestival in Köln mit Weltpremiere

Das Seriencamp Festival, Deutschlands größtes Festival für Serien und TV-Kultur, findet vom 5. bis 8. Juni in Köln statt. Unterstützt von seinen Hauptförderern, der Film- und Medienstiftung NRW und der Staatskanzlei NRW, zeigt das Festival rund 30 Serien aus der ganzen Welt ? viele davon als Welt- und Deutschlandpremieren, alle bei kostenlosem Eintritt. Eröffnet wird das Großereignis für Serienfans mit der Weltpremiere der filmstiftungsgeförderten RTL+ Serie ?Ich bin Dagobert?.

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European Film Academy: Rekordzahl neuer Mitglieder 2024

Die European Film Academy meldet die Rekordanzahl von 709 neuen, wahlberechtigten Mitgliedern. Die meisten neuen Mitglieder kommen aus Deutschland. Damit hat die European Film Academy, die jährlich Filmschaffende zum Beitritt einlädt, nun über 5.000 Mitglieder in 52 Ländern, die die Wahrnehmung des europäischen Kinos auf der ganzen Welt stärken sollen. Sie können sich jährlich zur Abstimmung für die European Film Awards registrieren, um über Nominierungen und Preisträger*innen der European Film Awards abzustimmen.

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TERMINgeschäft

Anmelden bis 21. Mai: Audio-Training - Aus Daten Hörgeschichten entwickeln

Wie verwandelt man Daten in Hörgeschichten? MDRfragt und MDR Data erheben zurzeit Daten zum Thema ?Lebenswert?. Teilnehmer*innen bekommen die Chance, Produkte für den MDR zu entwickeln, die in verschiedenen MDR-Programmen veröffentlicht werden sollen. Die Schulungstermine sind am 28. Mai und 4. Juni (online) sowie am 7. Juni (in Präsenz im MDR Halle/S.). Mehr dazu unter http://www.toptalente.org; Anmeldung bis 21. Mai 2024 an kohnen@toptalente.org (mit Audio-Erfahrung/Name/Profession/ Motivation max. 15 Zeilen).

26. Mai, 16 Uhr, München: Stammtisch für Film- und Fernsehschaffende

Die aktive ver.di Filmunion Bayern lädt ein zum Stammtisch für Filmschaffende zur aktuellen Tarifrunde. Das Treffen findet im ?Pogner?s? (Pognerstr. 5, 81379 München) statt. Wir freuen uns auf den Austausch mit Euch und stehen für Fragen gerne zu Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, für bessere Planung aber hilfreich - bitte an annette.greca@verdi.de)

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Einreichen bis 31. Mai: Erster Europäischer Naturfilmpreis

Die European Wildlife Film Awards (EWFA) nehmen unsere Natur in Europa in den Fokus und zeichnen künftig jährlich herausragende Dokumentarfilme aus, die sich mit europäischen Natur-, Wildtier- und Naturschutzthemen beschäftigen. Der Wettbewerb sucht die spannendsten, berührendsten, informativsten und raffiniertesten Filme, die das Publikum für die Liebe und den Schutz der europäischen Tierwelt begeistern können. Insgesamt werden sechs Auszeichnungen verliehen, darunter drei hochdotierte Hauptpreise in den Kategorien ?Tierwelt?, ?Biodiversität? und ?Naturschutz?.

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Einreichen bis 31. Mai: Erster Deutscher Preis für Klimajournalismus

Das Netzwerk Klimajournalismus und das Netzwerk Recherche haben gemeinsam den neuen Deutschen Preis für Klimajournalismus auf die Beine gestellt. Ausgezeichnet werden Journalist*innen, die im Ausschreibungszeitraum herausragende Beiträge zum Klimajournalismus geleistet haben, egal ob in Print, Online, Video oder Audio. Die Preise sind jeweils mit 2.000 Euro dotiert und werden in den Kategorien ?Hauptpreis?, ?Investigativ? und ?Lokal? vergeben. Zudem vergibt die Jury einen undotierten Ehrenpreis für besonderes Engagement im Bereich Klimajournalismus.

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1./2. Juni, Cottbus: Sicherheitstraining für Journalist*innen

Im kostenlosen Sicherheitstraining für Journalist*innen wird den Teilnehmer*innen im anderthalbtägigen Kurs beigebracht, wie sie sicher von Demonstrationen und Kundgebungen berichten können. Der genaue Veranstaltungsort wird nur angemeldeten Teilnehmer*innen mitgeteilt, um ihnen maximale Sicherheit zu gewährleisten. Fragen bitte an training@actsafer.org

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Bewerben bis 17. Juni: GetOnSet der MOIN Filmförderung

Die Hamburg Media School, die MOIN Filmförderung und die Stadt Hamburg setzen das GetOnSet Film-Traineeprogramm fort. Das praxisnahe Programm bietet Seiteneinsteiger*innen die Möglichkeit, Berufe wie Aufnahmeleiter*in, Tonassistent*in oder Kameraassistent*in zu erlernen. Fachkräfte ab 25 Jahren, die den Einstieg in die Filmbranche suchen, können sich ab sofort bewerben.

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19./20. Juni, jeweils 10 bis 13 Uhr, online: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Das Webinar richtet sich an Vertrauensleute, Gleichstellungsbeauftragte und alle Stellen der vertraulichen Beratung in der Kultur-, Medien und Musikbranche. Kosten: 490 Euro. Bitte anmelden.

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SAVE THE DATES

29./30. Juni, Potsdam: Sicherheitstraining für Journalist*innen

Den Teilnehmer*innen wird in diesem anderthalbtägigen kostenlosen Kurs beigebracht, wie sie sicher von Demonstrationen und Kundgebungen berichten können. Der genaue Veranstaltungsort wird nur angemeldeten Teilnehmer*innen mitgeteilt, um ihnen maximale Sicherheit zu gewährleisten. Fragen bitte an training@actsafer.org

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30. Juni/13. Juli, Leipzig: Sicherheitstraining für Journalist*innen

In dem kostenlosen Sicherheitstraining wird den Teilnehmer*innen beigebracht, wie sie sicher von Demonstrationen und Kundgebungen berichten können. Der genaue Veranstaltungsort wird nur angemeldeten Teilnehmer*innen mitgeteilt, um ihnen maximale Sicherheit zu gewährleisten. Fragen bitte an training@actsafer.org

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IMPRESSUM

Texte: Gundula Lasch
Redaktion: Julia Hoffmann
V.i.S.d.P.: Matthias von Fintel, Geschäftsführer
connexx.av GmbH, c/o ver.di
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik sind wir erreichbar:
connexx.av GmbH, c/o ver.di
Matthias von Fintel
Telefon: 030.69562302
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